Kassenleistungen

Krankengymnastik

oder auch Physiotherapie genannt.

Verschiedene Techniken und Übungen, um Bewegungseinschränkungen des menschlichen Körpers wieder herzustellen.

Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis

Das Bobath-Konzept - ein 24h Konzept

Das Bobath-Konzept (Krankengymnastik auf neurophysiologischer Basis) ist eine lösungsorientierte Herangehensweise an die Befundaufnahme von neurologisch erkrankten Patienten.

Durch spezielle Grifftechniken werden neurologisch veränderte Muskelspannung reguliert und Schmerzen gelindert. Dadurch wird der eingeschränkten Bewegungsfreiheit des Gelenks vorgebeugt.

Das Konzept basiert nicht auf Aneinanderreihungen von Behandlungen und Techniken, sondern es ist viel mehr ein Analysieren, Beobachten und Deuten von Aufgabenbewältigungen und den damit verbundenen Leistungen des Patienten. (Def. nach K.+ B. Bobath, Mayston)
Das Bobath - Konzept als solches ist ein sehr umfangreiches, zeitintensives und interdisziplinäres Konzept.
Im Leben des Patienten spielt nicht nur er selber eine große und wichtige Rolle, sondern auch all diejenigen, die ihn begleiten, unterstützen und seinen Alltag mitbestimmen. Hierzu zählen sowohl die Therapeuten (Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie), der Pflegedienst (falls vorhanden bzw. notwendig), Angehörige/ Freunde und die betreuenden Ärzte. Sie alle werden als "therapeutisches Team" angesehen und bezeichnet und teilen sich in die verschiedenen Interventionen auf, die für den Patienten angewendet werden. (zum einen ist das die therapeutische Intervention, zum anderen die ärztliche/ pflegerische Intervention) Während sich die Therapeuten mit ihren Techniken und Behandlungen um den Bewegungsapparat, den Körper (im Sinne von Wahrnehmung, Herz-Kreislaufsystem, etc.), Sprachförderung, etc. befassen und auch die verschiedenen Therapien miteinander absprechen sollten, kümmert sich das andere Team um das gesamte "Wohlergehen" des Patienten. (z.B.: Medikamente, Umlagerung, Pflege, Hilfsmittel, einkaufen, Essen zubereiten etc.) All diese Aktivitäten und Therapien benötigen eine gute interdisziplinäre Kommunikation. (sowohl formell, als auch informell)

Alle diese Faktoren zusammen machen das Bobath - Konzept zu einem 24h-Konzept!

Krankheitsbilder, die nach Bobath behandelt werden sind zum Beispiel:

  • Schlaganfälle (Apoplex)
  • M. Parkinson
  • Multiple Sklerose (MS)
  • Ataxie (Gangataxie)
  • Störungen des zentralen Nervensystems

Ansprechpartnerin: K. Schönewald

Sportphysiotherapie

Verschiedene Techniken, um u.a. spezifische Sportverletzungen zu behandeln.

Kinder- u. Säuglingstherapie ME

Mehrdimensionale Entwicklungstherapie

Die Mehrdimensionale Entwicklungstherapie ME wurde in Neuss am Institut für Neurophysiologische Frühförderung von Petra Zinke-Wolter, Physiotherapeutin und Prof. Dr. Dr. Herbert Brüster, Neuropädiater entwickelt.

Auf der Basis, dass jeder Mensch die gleiche Stammesentwicklung durchmachen muss, wurde die ME als Therapie für die Frühförderung von Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen entwickelt. Danach soll mit Hilfe der Therapie jedes Kind die Möglichkeit erhalten, diese Entwicklung durch zu machen. Die ME legt großen Wert darauf, dass die Förderung in ihren Maßnahmen so flexibel ist, dass immer die neusten Erkenntnisse mit einfließen.

Elemente aus der Vojta-, Bobath- und Feldenkreismethode sind in ME genauso zu finden, wie Elemente aus der Psychomotorik und der Sensomotorischen Integratiostherapie. Die ME legt großen Wert auf die Diagnostik, damit mit der Vielfalt der zur Verfügung stehenden Methodenelementen, das bestmöglichste Therapiekonzept erstellt wird. Immer wird sich an der physiologischen Entwicklung orientiert, die die Grundlage darstellt. Präzise Diagnostik der einzelnen Bereiche Muskelaktivität, Reflexaktivität ,Sensomotorik Wahrnehmung und Bewegungskompetenz sind notwendig. Wert wird auch darauf gelegt, die Förderung mit geringst möglichsten ,jedoch absolut notwendigsten Aufwand durchgeführt wird.

Ziele der ME:

  • Reflexe und Muskeltonus reguliueren mittels Aktivierung der reflexartig angelegten frühkindlichen Bewegungsmuster und Enbindung aller Sinne und Eigenwahrnehmung des Körpers (Oberflächen und Tiefendrucksensibilität, Bewegungssinn)
  • Altersgerechte Förderung der gesamten Entwicklung unter Einbindung aller möglichen Hirnfunktionen
  • Unterstützung der Bewegungsplanng , Bewegungsförderung und Förderung von Situationsangeboten zur Entwicklung der Eigenaktivität


Indikationen für die ME

  • bei Entwicklungsverzögerungen oder -störungen
  • bei zentralnevösen Bewegungsstörungen (Spastik, Athetose, Hypotonie, Muskelerkrankungen, Spina bifida)
  • bei peripheren Lähmungen
  • bei Haltungsstörungen (Skoliose, Scheuermannscher Krankheit, muskulärem Schiefhals z.B. nach Geburtstrauma)
Krankengymnastik am Gerät

Grundsätzlich ist gerätegestützte Krankengymnastik in folgenden Bereichen anwendbar:

  • Sport- / Traumatologie
  • Innere Medizin
  • Chirurgie
  • Neurologie
  • Orthopädie
  • Rheumatologie

Indikationsfelder:

  • Krankhafte Muskelinsuffiziens, - dysbalance und - verkürzung
  • Motorische Paresen
  • Chron. komplexe Schädigungen

Folgende Krankheitsbilder können eine Indikation für KGG geben:

Wirbelsäulenerkrankungen

  • Lokale und pseudoradikuläre chron. WS -Erkrankungen
  • Radikuläre Syndrome bei chron. WS- Erkrankungen
  • Bandscheiben- Op´s ab 7.-12-Woche
  • Erworbene Haltungsstörungen der WS
  • Haltungsschäden
  • Nicht lokale generalisierte WS- Erkrankungen
  • Chron. Entzündliche WS- Erkrankungen


Unfall, Gelenk- und Wiederherstellungschirurgie

  • Frakturen der WS, belastungsstabile Spondylodesen
  • Beckenfrakturen, Osteotomien
  • Frakturen und Osteotomien sowohl an der oberen als auch an der unteren Extremität
  • Schultergürtel-, Hand-, Fußfrakturen, Endoprothese
  • Gelenk- OP, Arthroskopien, Arthtomien
  • Arthodesen Knie/OSG
  • Bandrupturen, Bandplastiken mit geringer, mäßiger sowie ausgeprägter Schädigung
  • Sehnen/ Muskelrupturen
  • Amputationen Oberschenkel/Unterschenkel, Knieexartikulation
  • Kontrakturen

Gelenk- und Weichteilerkrankungen

  • Sympathische Reflexdystrophien, Morbus Sudeck Stadium III
  • Chron. Erkrankungen peripherer Gelenke
  • Chron. Periarthopathien, Insertionstendopathien
  • Tendovaginitis, Bursitis
Massagen

Werden zur Regulierung der Muskelspannung eingesetzt. Sie können sowohl entspannend als auch tonussteigernd   (z. B. bei Sportlern) angewendet werden

Lymphdrainagen

Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist eine ganzheitliche Therapieform der physikalischen Anwendungen. Ihre Hauptanwendung findet die Manuelle Lymphdrainage bei Ödemen, die nach Erkrankungen, als Folgeerscheinungen entstehen. Ein Ödem bildet sich, wenn sich lymphpflichtige Lasten, wie zum Beispiel Eiweiß, Fett, Zellbestandteile und Wasser, im Zellgewebe anstauen. Weitere Indikationen sind sämtliche orthopädische und traumatologische Erkrankungen, die mit einer Schwellung einher gehen (Verrenkungen, Zerrungen, Verstauchungen, Muskelfaserriss etc.) Auch bei Verbrennungen, Schleudertrauma, Morbus Sudeck und ähnlichen Krankheitsbildern führt die richtige Anwendung der Manuellen Lymphdrainage zu einem schnellen Therapieerfolg. Auch nach Operationen sorgt die Manuelle Lymphdrainage für eine schnelle Entstauung und damit zu schnelleren Heilerfolg. Durchaus können so Schmerzmittel gespart werden.

Hauptsächlich betroffene Ödemregionen sind die Extremitäten (Arme und Beine), aber auch der Körperstamm (Rücken und Bauch) kann betroffen sein. Die Lymphdrainage – sanfte, kreisförmige Verschiebtechniken, die die lymphpflichtigen Lasten aus dem Gewebe in die Lymphgefäße transportieren – bewirkt somit eine Entstauung und Schmerzlinderung im Ödembereich, sowie eine komplette Entschlackung des gesamten Körpers. Dies kann durchaus hilfreich auch bei Diäten und Heilfasten, -kuren wie auch bei Ernährungsumstellungen sein.

Bei sehr ausgeprägten Symptomen wird die Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) angewandt. Sie besteht aus den Komponenten: Lymphdrainage, Hautpflege, Kompressionsbandagierung und Bewegungstherapie.
Hier werden nach der manuellen Lymphdrainage, Hautpflegemittel und dann Kompressionsverbände angelegt um die aktive Bewegungstherapie zu unterstützen.

Manuelle Therapie

Was ist Manuelle Therapie?

Manuelle Therapie ist eine besondere Form der Untersuchung und Behandlung von Störungen der Muskel-, Gelenk- und Nervenfunktionen und Schmerzen die durch diese Störungen verursacht werden.
Mithilfe der Manuellen Therapie können sowohl akute als auch chronische Beschwerden therapiert und gelindert werden.

Der Manualtherapeut kann mit therapeutischen Handgriffen und wiederholten passiven als auch aktiven Bewegungen Mobilisationen durchführen.

Die Ausbildung zum/r Manualtherapeuten/in dauert 2 Jahre und setzt voraus , dass der Therapeut schon die Ausbildung zum/r staatlich anerkannten Physiotherapeuten/in hat.

Unter anderem wird die Manuelle Therapie angewandt bei:

  • Kopfschmerzen / Migräne
  • Schulter –Nackenproblematiken
  • HWS – Syndromen
  • BWS – Syndromen
  • LWS – Syndromen
  • Bandscheibenproblemen
  • Arthrose
  • Nach Sehnen –und Bänderriss
  • Ischiasproblematik
  • Tennisellbogen
  • Beschwerden und Bewegungseinschränkungen nach Knochenbrüchen
  • U.v.a.


Ziel der Therapie ist immer die Schmerzlinderung und die Wiederherstellung der Muskel- und  Gelenkfunktionsstörungen.

Die Behandlung sollte nicht durchgeführt werden bei:

  • Posttraumatischer Hypermobilität
  • Fortgeschrittener Osteoporose
  • Maligne Tumore und Metastasen

 

PNF

Die Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation ist eine dreidemensionale Methode, die bei gestörten Gelenksfunktionen eingesetzt werden kann.

 

CMD (Kiefergelenk und Tinnitus-Behandlung)

Cranio-Mandibuläre Dysfunktion

Mit verschiedenen Techniken werden unklare Gesichts- Kiefer-, Kopf- und Nackenschmerzen (wie z. B. Migräne) behandelt. Auch kann ein positiver Einfluss auf Ohrgeräusche (Tinnitus) genommen werden.

 

Hausbesuche

Kassenleistung, die vom Arzt angeordnet wird.

Mukoviszidose- Therapie

Bei dieser Erkrankung werden bestimmte Atemtherapien und Bewegungsübungen eingesetzt.

FOI (Funktionelle Orthonomie und Integration)

Die FOI ist eine sanfte Behandlungstechnik, die durch schwingende Bewegungen Fehlstellungen im Körper (wie z.B. Gelenke, Wirbelsäule) korrigieren kann.

Fango /Heißluft

Wärmeapplikation zur Unterstützung diverser Behandlungstechniken.

Elektrotherapie

Die Elektrotherapie teilt sich auf in:

  • Höchstfrequenz (Strahlentherapie, Lichttherapie)
  • Hochfrequenz (Langwellentherapie, Kurzwellen,- und Mikrowellentherapie)
  • Mittelfrequenz (Gleichstrom, Wechselstrom)
  • Niederfrequenz (Galvanisation, Impulsstrom, Inteferenzstrom, Reizstrom)


Die Elektrotherapie wird angewendet bei:

  • Schmerzen zur Schmerzlinderung
  • Minderdurchblutung zur Durchblutungsförderung
  • Schwellung zur Abschwellung
  • Muskelathrophie zum Muskelaufbau
  • Nervenläsionen und Missempfindungen
  • u v a
Ultraschall-Anwendungen/ Iontophorese

Durch Ultraschallwellen können Beschwerden/ Schmerzen in Gelenken, der Wirbelsäule und des Gewebes gelindert werden.

Bei der Iontophorese gelangen durch die Schallwellen bestimmte Arzneistoffe (z.b. Salben) ins Gewebe.

Kältetherapie/ Eispackungen

Kälteapplikation zur Unterstützung diverser Behandlungstechniken.